Das Problem mit der neuen Halle

EVD Aktuell 5. Mai 2026 846 Aufrufe

Die Euphorie war groß als die Stadt die neue Halle beschloss. Wie wir bereits in einem anderen Blog geschrieben haben war der Eissport in Duisburg gefährdet von der Hallensituation. Die alte Eishalle war nicht nur marode sondern die Eistechnik drohte jederzeit ein für alle Mal den Geist aufzugeben. Doch dann die Nachricht von der Stadt: Die neue Eishalle wird gebaut. Trotzdem gibt es aktuell ein mehr oder weniger großes Problem.

Die neue Halle

Die alte Dame - wie die alte alleato Aren mittlerweile genannt wird - war damals schon ein mehrfach umgesetztes Konzept. So bekamen allesamt Duisburg, Herne, Essen und Iserlohn die gleiche Architektur. Bei unserer neuen Halle wird es voraussichtlich auf das gleiche hinauslaufen. Das "Herforder Konzept" so heißt der aktuelle Plan. Eine Halle die mit Platz für mehr als 2.500 Zuschauer zwar kleiner als unsere aktuelle ist, aber dafür einige andere Vorteile birgt. 

Die neue Halle wird die erste Eishalle Deutschlands sein die nicht nur an Sonnentagen klimaneutral betrieben wird. Durch Photovoltaik, moderner Eisaufbereitungstechnik und der wiederverwendeten Abwärme durch das Freibad nebenan ist die Halle absolut zukunftssicher. Apropos Zukunft: Durch die zweite Eisfläche hat unsere Jugend die Möglichkeit im DEB Sterneprogramm weiter aufzusteigen. Die 5 Sterne des DEB sind in START, U13/U15, U17, U20 und Umfeld unterteilt. Für die letzteren drei sind Trainingszeiten relevant. Aktuell haben die Jungfüchse 3 Sterne. Die 2. Eisfläche könnte also für genau die verbleibenden 2 sorgen, dann würden mehr Fördergelder und Vorteile freigesetzt werden. 

Der eigentliche Plan

Der Plan bis zum Neubau hat sich zwar leicht über die Monate geändert, ist aber nicht ganz anders. So war es der Plan, dass eine Übergangshalle in Form eines Leichtbaus am alten Güterbahnhof errichtet wird. Der neue Standort hat den großen Vorteil, dass dank Flic Flac - welche sonst dort hausieren - bereits alle baulichen Maßnahmen getroffen wurden. Parallel dazu wird die alte Eishalle abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Die Übergangshalle soll eine Kapazität für 1.500 Fans haben und kaum Nachteile gegenüber der aktuellen Eishalle haben. In dieser Halle können dann Heimspiele sowie Training der 1. Mannschaft, der Jugend und Hobbymannschaften wie gewöhnlich stattfinden. Ebenfalls können Eislaufzeiten dort stattfinden. Dank der Nähe zum Hauptbahnhof ist die Halle auch optimal erreichbar. Parkplätze gibt es auf der Flache ebenfalls mehr als genug. Wenn man es so will, dann hat der Standort sogar den Vorteil, dass Heimspiele des MSV nicht mehr intervenieren können mit denen des EVD. Und warum jetzt der eigentliche Plan?

Das Problem

In letzter Zeit hörte man öfters von dem Problem und Friedhelm Thelen bestätigte es in einem seiner NRZ Artikel: Die Übergangslösung wird nicht pünktlich aufgestellt werden können bis zum Start der Saison - Geschweige denn zur Vorbereitung. Das stellt logischerweise ein Problem dar. Zum Glück ist dieses Problem aber nicht unlösbar. Mehrere (suboptimale) Lösungen stehen im Raum.

Lösungen

Das erste was einem in den Kopf kommt was man unternehmen könnte wäre das wieder Instandsetzen der alten Dame als Übergangslösung für die Übergangslösung. Dabei gibt es 2 Sorgenfalten die aufkommen. Zum einen ist es der Zustand der Eishalle. Bereits abgelaufene Saison wurde die Kapazität auf 2.500 verringert und zwischenzeitig sogar auf 1.500. Also ist es nicht sicher, dass die Halle die Genehmigung bekommt Zuschauer zu beherbergen. Auch ist es schon die letzten Jahre die Frage gewesen ob die Eisaufbereitungsanlage überhaupt anspringt. Zum anderen hat der Abbau der alleato Arena - Heimat der Füchse bereits innen begonnen. Sitzschalen wurden verkauft und weitere Maßnahmen zur Abrissvorbereitung müssten rückgängig gemacht werden damit die Halle wieder in Betrieb genommen werden kann - zumindest wenn man Zuschauer empfangen will.

Die Option in einer anderen Eishalle zu spielen bis die Halle in den Dünen (die Übergangshalle) steht ist eigentlich gar nicht im Raum. Die Gründe dafür sind vielfältig. Einerseits ist es trotz der vielen Hallen in der Nähe kein Kinderspiel einen Verein zu finden der Platz für die Füchse einrichtet. Weiterhin müssen neben der 1. Mannschaft auch sämtliche Jugendmannschaften für Training und Spiele unter kommen. Und zuletzt bedeutet das Spielen in einer anderen Halle Einbußen beim Thema Einnahmen an Spieltagen. Einnahmen die bereits anderweitig verplant sein könnten. 

Eine letzte Option wäre eine Art Hybrid Lösung. So könnte das Training weiterhin in der alten Eishalle stattfinden und in der Saison treten unsere Füchse vorerst nur Auswärtsspiele an. Sollte die Eistechnik mitspielen ist das eine Möglichkeit. Später in der Saison wird man dann 2 Heimspiele an einem Wochenende antreten um diese nachzuholen. Das kann, muss aber nicht, Einbußen in den Einnahmen bedeuten. 

Welche Lösung es am Ende wird wissen wir Stand jetzt nicht. Hoffen wir Mal auf die optimale Lösung. So oder so bekommen wir eine neue Halle und das ist keine existentielle Bedrohung. Welche Lösung findet ihr am wahrscheinlichsten? Schreibt es gerne in die Kommentare ⬇️

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